Neue Banken als weitere Option zur Immobilienfinanzierung

Die Immobilienfinanzierung steht dank der Niedrigzinsen unter einem guten Stern. Dazu kommt das wachsende Feld an Angeboten: Neben klassischen Kreditgebern etablieren sich aktuell neue Gesichter am Markt, die das Thema Finanzen aus einem besonderen Blickwinkel angehen.

Schöne, neue Immobilienwelt: Finanzmarkt mit edlen Ambitionen

Die Nachhaltigkeit ist auch in der Finanzwelt angekommen. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Kriterien zur Förderung. So konzentriert sich die Ethikbank als sogenannte ethische Bank ganz auf moralisch und idealistisch vertretbare Geschäftsvorhaben. Antragsteller werden auf bestimmte Kriterien überprüft, anhand derer das Konzept der Bank sehr deutlich wird:

  • Zu den Negativkriterien gehören Unternehmungen aus den Bereichen Waffenindustrie, Atom- und Kohlekraft, Kinderarbeit, Tierversuche, gentechnische Lebensmittel und sämtliche Verstöße gegen die Menschenrechte.
  • Positiv dagegen sind Vorhaben, die sich mit dem Klimawandel und der Umweltpolitik befassen. Außerdem honoriert die Bank hohe soziale Normen: Wer sich für Arbeitsplatzerhalt, Weiterbildung und Gleichberechtigung im Unternehmen einsetzt, hat gute Chancen auf die Bewilligung.

Dank der neuen Bankmodelle kann die Baufinanzierung also ebenso nachhaltig sein wie die Immobilie selbst. Davon profitieren auch Bestandsimmobilien, etwa dann, wenn eine Modernisierung oder andere kostspielige Arbeiten geplant sind. Doch speziell die energetische Sanierung scheint wie maßgeschneidert für die nachhaltigen Kriterien zu sein: Ziel der Modernisierung ist schließlich eine bessere Energiebilanz des gesamten Gebäudes. Diese entspricht den Regierungszielen zur Energiewende; Förderungen in diesem Bereich werden deswegen von ganz oben gerne gesehen und oft noch um weitere Mittel ergänzt.

Details entscheiden über Förderung

Alleine das Vorhaben reicht für eine Bewilligung jedoch nicht aus. Banken wie die EthikBank möchten bis ins Detail wissen, auf welche Weise das Projekt umgesetzt wird. Ökologische Baustoffe mit Gütesiegel sind folglich ein Schlüsselfaktor. Dasselbe gilt für den Einsatz regenerativer Energien oder moderner Heiz- und Lüftungskreisläufe. Und: Selbst die Beratungskosten durch qualifizierte Energieexperten können in die Förderung fallen.

Beim Zinssatz zeigen sich die Folgen der EZB-Politik: Je nach Förderkriterien und Beleihungswert liegen die effektiven Jahreszinsen bei 1,2 bis 1,6 Prozent – dasselbe Niedrigniveau wie bei herkömmlichen Banken also. Und was für Neubauten oder Neukäufe gilt, setzt sich bei der Modernisierung fort. Auch bleiben die Zinsen deutlich unter 2 Prozent. Eine Kreditsumme von beispielsweise 100.000 Euro ist damit selbst über lange Zeiträume von knapp 30 Jahren wirklich günstig erhältlich.

Weitere bekannte Optionen wie die Zinsbindung oder ein Sondertilgungsrecht sind ebenfalls erhältlich. Beide Zusätze sind nach wie vor empfohlen, da sie ein Höchstmaß an Sicherheit bedeuten und ihren Aufpreis in vielen Fällen rechtfertigen.

Bild: © istock.com/solidcolours

Ein Kommentar zu “Neue Banken als weitere Option zur Immobilienfinanzierung

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel. Man sollte sich Gedanken um alternative Geldquellen machen.
    Es gibt immer wieder etwas Neues, dass es zu beobachten gilt.
    Beste Grüße,
    Lars

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